Samstag, 26. Januar 2013

Hab Hackenberg auf WDR5 Uwe sagen hören und war ganz betroffen, als Andreas Wallentin ein Buch besprach.
War ich erschrocken, das Gesicht der Protagonistin auf dem neuen Typisierungs-Plakat spielkartenmäßig eingerahmt zu sehen, bekam ich beim Anklicken des von Christian gemailten Links regelrecht Panik. Mein Alltag funktioniert nur, weil ich nur so viel tue, wie ich überblicke, also die Recherche von Kontaktdaten für die Knochenmarkspende und mehr oder weniger belanglose Umfragen unter Promis für die Disy. Jetzt plötzlich irgendwelche politische Gruppierungen einzuordnen, deren Sprache ich nicht mal verstehe, ist für mich eine Nummer zu groß. Mir genügen die Drehschwindelattacken bei mir und bei Personen in meiner Umgebung, um hellhörig zu werden und mich zurückzuziehen. Im Moment sind sie bei Stephan, Mutter und Michi scheinbar spontan ausgerechnet beim Telefonieren aufgetreten. Interaktionen, die mir, solange ich ausgeruht bin, so mystisch erscheinen wie Christians Sorgen, wenn er an organisiertes Stalking denkt. Außer AusreichendTrinken fällt mir keine sinnvolle Instruktion ein. Der inhaftierte Münchner wurde anfangs als Gefährder, dann als verwirrt bezeichnet und in die Psychiatrie eingewiesen. Das war das erste Mal, dass ich Vorratsdatenspeicherung bewusst in Aktion erlebte. Ob es irgendwann ein Recht auf Einsichtnahme in derartige Dateien gibt, um ihre innere Logik zu begreifen? Meine Facebook-Einträge vom 1.- 13. Januar sind weg, auch der zu Dieter Hildebrandts Störsender.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Ob Sarrasani grad rote Zahlen schreibt?

Xing
2008 war das Volkskunstmuseum für die Weihnachtsausstellung lindgrün gestrichen. Die einzigen Fragen, die ich an den Kurator für Sax gestellt hatte, waren, ob die Farbe Zufall sei und ob die Weihnachtsbäume aus Schweden sind. Danach war ich schon wieder so weit in Gedanken, dass ich kaum noch weiß, auf welchem Weg ich in die Redaktion gekommen bin. Kurz danach war ja die Ausstellungseröffnung von der Lisl Ponger im Kunsthaus, die mir die Reizblase beschert hat. Ihre roten Lippen tauchten später bei Dagmar Jara wieder auf. Das machte es mir auch nicht leichter. Schreibblockade umschreibt, das was ich seitdem durchmache, am besten. Aber es gibt ja Diktiergeräte. Nachdem ich die Ponger nach ihrem Bruder und nach dem Anlass für den Umzug ihrer Eltern von Nürnberg nach Wien, als sie noch ein Baby war, gefragt hatte, worauf sie explodierte, war die Luft raus. Ich fragte sie nur noch nach dem Anlass für ein paar winzige quadratische Rahmen, die mich tatsächlich nie interessiert hatten. Immerhin war ich durch ihre Explosionen für Anja konditioniert. Schlimmer als die Ponger kann man nicht ausrasten, jedenfalls nicht derart von Null auf Hundert. Aus der völligen Ruhe heraus explodierte die. Wie eine Tretmine. OK, da war noch eine Frage, die sie alles andere als toll fand, so dass ich in der Dunkelheit des Filmvorführraums auf zwei Meter Minimaldistanz achtete: "Was erinnert Sie hier an Wien, wenn Sie den Dresdner Barock erleben?" Sie hat den Artikel nie gesehen, zumal ich nur fünf Zeilen geschrieben hatte, die Uwe so belanglos fand, dass er sie nie gedruckt hat. Was schreibt man auch über die Schwester des Musikproduzenten von "Alles klar, Herr Kommissar?" Es war nett? Danke fürs Lesen. Es lohnt nicht. Danach war ich auf dem Hauptstraßen-Weihnachtsmarkt, kaufte einen frisch frittierten Krapfen und musste schon nach hundert Metern so eilig aufs Klo, dass ich schnurstracks die erstbeste Ausstellung betrat, um mich zu erleichtern, ohne den verblüfften Galeristen um Erlaubnis zu fragen oder auch nur einen einzigen Blick auf seine Bilder zu werfen. Die nächsten vierzehn Tage blieb ich daheim. Es wurde eine handfeste Blasenentzündung. Die Frau hat mich tatsächlich fertiggemacht. Seitdem gehe ich nirgendwo mehr ohne Aufnahmegerät hin, schon zum Selbstschutz. Die Aussicht gedruckt zu werden, muss auch disziplinieren können.
Mein schönstes Geburtstagsgeschenk. Loipen wären im Moment spannender.

Meine Boots sind heute in der Bahn nass geworden. Trotzdem musste ich bei 1´42´´ austeigen.

Bin auf Scarlett Rabe gestoßen, als ich nach dem Raben Richard googelte.

Mcnep ist erschreckend still geworden, stattdessen hat Guido mich geliked. OK, ich vergöttere ihn grad, um nicht zu sagen, ich verschlinge ihn. Ob Mcnep das spürt? Die Stille ist bedrückend. Fast so bedrückend wie Maxens neues Plakat. Im Moment nehme ich mir alles übel, egal, ob ich mich positioniere oder ob ich schweige. Max zu sagen, dass das Plakat so nicht geht, hätte vorausgesetzt, dass ihn meine Meinung interessiert.

"Heute hat es uns richtig eingenebelt." (Ein Anzenhofer)