2.800 Falschfahrer spuken jährlich über deutsche Autobahnen und machen sie zum Massengrab.
Dienstag, 1. Januar 2013
Allmählich begreife ich den Groke-Effekt: Beschreibe jemanden nicht vollkommen wertfrei und er zieht sich zurück. Ein saarländisches Phänomen. Feldstudienumfang: drei Personen. Häufigkeit des Ereignisses: hundert Prozent. Immerhin ist das DaKannIchJetztAuchNichtMehrHin-Ereignis noch nicht eingetreten. Und ein Nebeneffekt: ich werde gelesen. Hallo Welt, ich liebe dich.
Joggen, einfach gehen. Aufstehen. Und gehen. Irgendwann. Verdammt, welchen Sinn hat es aufzuwachen? X. reagiert kaum. OK, sie reagiert. Bin ich schon wieder zu interaktionsreich, so dass sie befürchtet mich beruhigen zu müssen? Wenn ich jetzt joggen würde, wäre ich schon fast im Solarium, aber diese angenehme Schwere wäre weg.
Hab mich offensichtlich wie ein Elefant im Porzellanladen benommen, indem ich den Link zu meinem Blog einem Saarländer gemailt habe, nachdem er mir lediglich nur mal kurz sagen wollte, dass er mich hübsch findet. Joggen wird das Vernünftigste sein. Privater geht nicht. Wie es Willibrord Ney damit geht, wenn ich auf jemanden reagiere, der wie er in Merzig wohnt, weiß ich ja auch noch nicht. Womöglich verkneift er sich dann, am 12. Januar herzufahren. Aber das überlegt er wahrscheinlich schon von Anfang an, sonst hätte er sich eine Fahrkarte gekauft und nicht die Erschöpfung durch die lange Autofahrt einkalkuliert. Hab ich einen Brummschädel von dem Riesling. Aber er schmeckte so gut.
Gestern startete die Air Berlin 8902 nicht. 16.40 Uhr wäre sie planmäßig losgeflogen. 15 Uhr traf die SMS ein. Silvester in Tel Aviv. Meine erste Reaktion: Lasst euch einen Voucher am Schalter für die Übernachtung aushändigen. Es ist alles extrem weit weg. Das macht hilflos. Ich hätte X. und Tim gerne noch 2012 gesehen. Bin gespannt, wie es ihnen ergangen ist.
Mein erstes und letztes Gespräch mit einem Fremdem, der sein Hörgerät angeblich nur vergessen hat. Das war auf einem Single-Treffen. Ich war extrem wütend, noch Stunden danach. Inzwischen liebe ich Vater für die Momente, in denen er mir auch ohne Gerät zuzuhören versucht. Als Tochter geht das, als Gattin wäre ich wahrscheinlich fordernder, auf dass der Alltag zügig funktioniert.
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